Was ist bei einer Pfändung zu beachten?

Bei der Lohn- und Gehaltspfändung sind verschiedene Dinge zu beachten, so wurde zum 1. Juli 2013 auch der unpfändbare Grundbetrag auf monatlich 1.045,04 € angehoben.


Dieser Grundbetrag gilt nun wie üblich für 2 Jahr, zum 1. Juli 2015 wird ein neuer Betrag eingeführt. Darüber hinaus muss insbesondere der Arbeitgeber auch weitere Dinge beachten, wie etwa verschiedene Leistungen, die von der Pfändung ausgenommen sind. Die folgende Checkliste fasst zusammen, was bei einer Pfändung zu beachten ist:

  • Der Arbeitgeber haftet als Drittschuldner, er trägt die Mitverantwortung für die Ermittlung des korrekten Pfändungsbetrages
  • Sondervergütungen sind entweder teilweise oder vollständig unpfändbar
  • betriebliche Leistungen für die Altersvorsorge
  • Zulagen für Vermögenswirksame Leistungen sind nicht pfändbar
  • Aufwandsentschädigungen, Auslösungsgelder sowie andere soziale Zulagen für auswärtige Beschäftigungen sind nicht pfändbar
  • Entgelt für selbst gestelltes Arbeitsmaterial ist nicht pfändbar
  • Gefahren-, Schmutz- und Erschwerniszulagen sind nicht pfändbar, sofern sie im „üblichen Rahmen“ ausgezahlt werden
  • Der Arbeitgeber muss auf Verlangen des Gläubigers innerhalb einer Frist von 2 Wochen überprüfen und gegenüber dem Gläubiger erklären, ob er den gepfändeten Anspruch des Schuldners anerkennt, ob andere Personen Ansprüche an das gepfändete Einkommen erheben und ob das Einkommen eventuell bereits von anderen Gläubigern gepfändet wurde
  • Die entsprechende Erklärung muss bis zum Fristende eingehen, es reicht nicht aus, wenn sie bis zum Fristende versandt wird